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Vitale Innenstadt – Unsere Stadt der Zukunft

Die Ergebnisse der Beteiligungsaktion finden Sie auf der

>>> Beteiligungsplattform von Bad Belzig

Eine vitale oder besser lebendige Innenstadt für die Kur- und Kreisstadt Bad Belzig, das wünschen sich viele Bürgerinnen und Bürger. Denn ein Stadtzentrum mit einem pulsierenden Leben spricht allgemein für Attraktivität und Wohnqualität. Vor diesem Hintergrund sollen nun die Bürger um ihre Meinung gefragt werden, wie sie sich ihre Stadt der Zukunft wünschen.  „Städte sind die lebensnotwendigen Ankerpunkte in einer Region. Die Innenstädte sind das Zentrum, das pulsierende Herz. Von der Beteiligung unserer Bürgerinnen und Bürger erwarten wir uns, dass wir die Interessenlagen aller Beteiligten in den Prozess einfließen lassen können“, beurteilt Bad Belzigs Digitalisierungsbeauftragter Frank Friedrich. Auf der Beteiligungsplattform von Bad Belzig können Bürgerinnen und Bürger daher bis 23. Januar aktiv am Abstimmungsprozess teilnehmen.

Das Geschäftsleben in der Bad Belziger City wird zuweilen unterschiedlich wahrgenommen. An den Markttagen – gewöhnlich am Dienstag und Donnerstag – lässt sich ein vielfach ein reges Leben feststellen. Die Markttage ziehen wöchentlich die Menschen förmlich in die Innenstadt, ob zu Fuß, mit dem Rad, dem öffentlichen Personennahverkehr oder mit dem Auto.

Die Leute schlendern zu den Markttagen an den bis zu 15 Ständen der Händler vorbei, machen ihre Besorgungen in den Ladengeschäften, halten ein Schwätzchen mit Bekannten und verknüpfen ihre hiesige Stippvisite mit einem Besuch beim Arzt oder in den Verwaltungen. Dabei finden die Menschen ein durchaus reichhaltiges Geschäftsleben vor, u.a. kleine Modeläden, Miederware, Bäcker, Frisöre/Barbier,  Uhren/Schmuck, Teeladen, Schneiderei/Bügelstube, Fleischer, Eisenwaren/Kunstgewerbe, Sanitätshaus, Postfiliale, Fahrradladen, Optiker, Drogerie, Gardinen/Stoffe, Notar, Schreibwaren, Obst/Gemüse, Rundfunk/Fernsehen, Reisebüro, Buchladen, Töpferei, Blumen, Küchenstudio, Schuhe, Wolle und freilich Banken, Versicherungen und Krankenkassen. Der eine oder andere Imbiss (Italiener, Döner, Japan/Vietnam Food) ist in der Stadt auch etabliert.

Schwieriger wird es schon bei Gaststätten und Restaurants. An etablierten Lokalen finden sich der „Alter Brauhof“ (Benke), Restaurant/Hotel „Burg Eisenhardt“  und das Burgbräuhaus, die begrenzte Fremdenzimmer vorhalten, und das Eiscafè Franke sowie das Seecafè. Zudem gibt es fünf Lokale, die Spezialitäten aus der Welt bieten. Nach dem Bummel auf dem Markt und der Innenstadt, in der gut 80 Handels- und Serviceeinrichtungen etabliert sind, müssen die Besucher anschließend auch den Weg in die Peripherie einplanen, dorthin, wo sich die  sechs Lebensmittel-, je ein Getränke- und Möbelmarkt sowie zwei Baumärkte und zwei Tankstellen befinden.

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass 1990 Belzig unter den Städten des gleichnamigen Kreises die meisten selbständigen Handwerksmeister aufzuweisen hatte – 215 Handwerksbetriebe mit 200 Gesellen und 58 Lehrlinge.

Eine nichtamtliche Zählung aus dem Jahr 1902 nennt in Belzig folgende Handwerker:29 Schuhmacher, 14 Schneider, 12 Tischler, 8 Bäcker, 2 Bäcker und Konditoren, 10 Schlächter, 6 Gerber, 4 Gärtner, 5 Töpfer, 9 Weber, 5 Pantoffelmacher, 5 Zigarrenmacher, 4 Uhrmacher, 4 Hut- und Mützenmacher, 2 Dachdecker, 2 Drechsler, 2 Strumpfwirker, 4 Schlosser, 3 Buchbinder, 3 Klempner, 1 Handschuhmacher, 4 Seiler, 2 Korbmacher, 1 Schornsteinfeger, 1 Kupferschmied, 4 Böttcher, 5 Sattler, 2 Schmiede, 5 Stellmacher, 5 Barbiere, 1 Bürstenbinder, 1 Buchdrucker, 6 Maler, 4 Müller, 1 Messerschmied, 1 Brunnenmacher, 1 Nagelschmied, 1 Kürschner, 1 Dammsetzer, 1 Seifensieder, 2 Glaser, 1 Fotograf, 1 Schleifer, 1 Peitschenmacher, 2 Maurermeister, 2 Ziegelmacher. (aus „Bilder aus Belzigs und Sandbergs Vergangenheit und Gegenwart“, s. 127 f.)

Wie sich zeigt, war die Innenstadt Bad Belzigs oder damals Belzigs äußerst belebt. Viele Handwerksbetriebe und Geschäfte mussten zumachen – unter anderem auch, weil ihre Produkte und Waren mit der Zeit überholt wurden. An diesem Punkt möchte die Zukunftsschusterei und das Bündnis für Bad Belzig mit Ihnen ansetzen: Wir möchten mit Ihnen herausfinden, welche Veränderungen und Angebote die Stadt wieder so belebt machen würden, wie sie es einmal war – mit den Wegen und Mitteln der Digitalisierung und neuer Technologien.

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Jahresende und ein Weihnachtsmärchen

Bürger zur Mitmachaktion aufgerufen

Das Jahr 2021 neigt sich dem Ende zu. Das ist für das junge Team der Zukunftsschusterei in Bad Belzig nach 3 Monaten Grund genug, ein kurzes Resümee zu ziehen. “Ich denke, unser Start ist uns trotz einiger Hürden gut gelungen. Im neuen Jahr freuen wir uns vor allem darauf, mit Politik und Wirtschaft in engeren Austausch zu treten“, sagt Konrad Traupe vom Smart City Projekt. „Wir haben uns den BürgerInnen vorgestellt und kommen mit ihnen nach und nach in Kontakt, um ihnen digitale Projekte näher zu bringen und sie mit ihnen passgenau weiter zu entwickeln“, ergänzt Sophie Hausig. Sie gehört wie Felix Hartenstein und Konrad Traupe zum Smart-City-Team – der Schnittstelle zwischen BürgerInnen und der angestrebten Digitalisierung in Bad Belzig und Wiesenburg.

Für mehr Lebensqualität

Erklärtes Ziel ist es, die Region in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln und die Lebensqualität beizubehalten oder sogar zu steigern. Dazu ist es wichtig, mit den Bürgerinnen und Bürgern in der Stadt und den Dörfern ins Gespräch zu kommen. Sie sollen sagen, was im Fläming fehlt und was sie sich wünschen. Das Team der Zukunftsschusterei nennt es Bürgerbeteiligung, die im Rahmen diverser Stadtentwicklungsprojekte und dem Smart City Modellprojekt fest eingebunden ist.

Umfragen in der Bad Belzig App

Eine neue Umfragen-Funktion gibt es schon, die in der längst bekannten Bad Belzig App aufgerufen werden können. Machen Sie mit und bleiben Sie mit uns im Gespräch!

In dem Sinne wünscht das Team der Zukunftsschusterei frohe Weihnachten und ein erfolgreiches Neues Jahr!

Ihre Sophie Hausig, Konrad Traupe und Felix Hartenstein

Für die Zeit zwischen den Feiertagen empfiehlt die Zukunftsschusterei ein hübsches Weihnachtsmärchen „Vom Schuster und den Kobolden“. Viel Spaß!

Es war einmal ein sehr armer Schuhmacher, sehr arm, der Tag und Nacht arbeitete, um sein Haus zu führen. Seine Frau hatte keinen Job und sie hatten keine Kinder. Der Schuhmacher verkaufte immer weniger Schuhe. Es war Weihnachten und es war kalt, und ihm ging das Geld aus, um Leder zu kaufen und weiter zu arbeiten.

‚Dies ist mein letztes Paar Lederriemen – sagte er traurig zu seiner Frau – Morgen werde ich mein letztes Paar Schuhe fertig machen. Wenn ich sie nicht gut verkaufe, habe ich nicht das Geld, um mehr Leder zu kaufen.‘

Der Schuhmacher ging schlafen. Aber in dieser Nacht passierte etwas Unglaubliches. Sobald die Uhr 12 schlug, erschienen zwei kleine Kobolde wie von Zauberhand im Haus des Schuhmachers. Sie waren nackt und ihm war kalt. Sie sahen die Lederstreifen auf dem Tisch, aber anstatt sie zum Warmhalten zu verwenden, begannen sie, Schuhe für den Schuhmacher zu nähen. Seine Hände waren klein und die Stiche sehr fein. Sie haben es geschafft, die perfektesten Schuhe fertigzustellen, die jemals jemand gemacht hatte.

Als der Schuhmacher aufwachte, sah er das Paar Schuhe auf dem Tisch. Er konnte nicht glauben, was er sah. Er rief seine Frau an und zeigte ihr das Wunder. Es waren die perfektesten und elegantesten Schuhe, die er je gesehen hatte. Sobald er sie ins Fenster stellte, kam ein Mann herein und kaufte sie zu einem sehr guten Preis. Dank dieses Geldes konnte der Schuhmacher mehr Leder kaufen, um mehr Schuhe herzustellen. Und in dieser Nacht wiederholte sich die Geschichte. Die Kobolde erschienen um 12 Uhr und nähten wieder zwei Paar Schuhe.

Und so verging ein Tag und ein anderer und ein anderer. Seine Schuhe waren die besten, und der Schuhmacher gewann schnell eine Gruppe wohlhabender und wertschätzender Kunden, die seine Arbeit bewunderten.

Aber der Schuhmacher wollte wissen, was jede Nacht passiert ist. Seine Neugier ließ ihn einen Tag warten, der hinter einem Sessel versteckt war. Dann sah er alles. Um 12 Uhr tauchten die Kobolde wieder auf, nackt und erfroren. Der Schuhmacher sah sie erstaunt an und war traurig. Am nächsten Tag erzählte er seiner Frau davon und die beiden beschlossen, Kleider und winzige Schuhe für die Kobolde vorzubereiten. Es war Heiligabend. Sie ließen sie auf dem Tisch und gingen schlafen. Die Elfen erschienen wie jede Nacht um 12 Uhr und entdeckten aufgeregt die Kleider und die Schuhe.

„Es wird für uns sein!“, freuten sie sich.

Sie zogen sich schnell die Kleider an. Danach auch ihre Schuhe und gingen sehr glücklich und dankbar ihres Weges während sie sangen:

„Endlich sind wir elegante Elfen“.

Der Schuhmacher und seine Frau freuten sich sehr, dass die Kobolde, die jetzt Elfen waren, ihr Geschenk angenommen hatten. Sie sahen sie nicht wieder, aber der Schuhmacher war nie ohne Kunden.

Quelle: Der Schuhmacher und die Kobolde. Weihnachtsgeschichte für Kinder – Werte – 2021

Mitmachaktion an der Zukunftsschusterei

So wie sich der Schuhmacher und seine Frau über die Schuhe freuen, würden wir uns über Ihre Teilnahme an unserer Abstimmung online oder am Laden in der Magdeburgerstraße 5 freuen! Es liegen Klebepunkte bereit, um für das Logo der Zukunftsschusterei abzustimmen. Parallel zur Abstimmung vor dem Laden kann auch online in der Bad Belzig App abgestimmt werden. 

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Herzlich Willkommen…

…auf der Webseite der Zukunftsschusterei, dem Smart City Modellprojekt von Bad Belzig & Wiesenburg/Mark.

Hier entsteht in Kürze unsere neue Webpräsenz, auf der wir Sie über unsere Aktivitäten informieren und Möglichkeiten zur Beteiligung anbieten.

Bis zur Fertigstellung dieser Seite finden Sie die alle Informationen zum Smart City Modellprojekt unter folgenden Adressen:

Bei Fragen oder Rückmeldungen erreichen Sie uns via buergerbeteiligung[@]bad-belzig.de oder Dienstags und Donnerstags im Projektbüro in der Magdeburger Straße 5 in Bad Belzig. Außerdem in den Sozialen Medien: